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Ausflüge beim Seefeld Open: Innsbruck
Die "schwarzen Manderln" in der Hofkirche. Kaiser Maximilian (Amtsbeginn 1486 als König, 1493 zum Kaiser befördert) ließ 28 überlebensgroße Bronzefiguren seiner tatsächlichen und vermuteten Vorgänger gießen, die ringsum sein (leeres) Grabmal aufgestellt sind. Er war einer der ersten modernen Politiker - finanziert und gelenkt von der Industrie (Fugger), großes Gespür für Showeffekte und immer leere Kassen.
Die Politiker der damaligen Zeit trugen knitterfreie Anzüge und eine Art Blechdose auf dem Kopf. Bei denen, die sich für besonders wichtig hielten, war oben drauf noch ein Gestell, oftmals mit Zacken. Obwohl es noch keine nervenden Pressephotographen gab, erfand man ein herunterklappbares Visier, das vor aggressiven Gesprächspartnern schützte. Und da man gelegentlich noch unter Lebensgefahr seine Diäten zusammenplündern musste, trug man stets ein überlanges Messer an der Seite. Tiroler Volkskundemuseum Von der ehemals charakteristischen Lebensweise der Tiroler ist seit Einführung des Fremdenverkehrs nichts mehr geblieben, das Land ist eine einzige hervorragend organisierte Wellness-Firma. Volksbräuche, Siedlungstypen, Tiere usw sind in Museen und Zoos umgezogen. Interessant sind hier das Freilichtmuseum Kramsach, das Silberbergwerk in Schwaz und in Innsbruck selbst ein großes Tiroler Volkskundemuseum, für jeden sehenswert, der wissen will, wie sich das Leben in Tirol im vortouristischen Zeitalter abgespielt hat.
In dem Gebäude, ursprünglich ein Kloster und später eine Schule, sind Geräte nahezu jedes alten Handwerks gesammelt, dazu frühere Trachten aller Tiroler Landschaften, Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, von Festen und Gebräuchen, sogar Karnevalsmasken und Weihnachtskrippen.
Handwerke und berufliche Tätigkeiten sind in einzelnen Räumen bzw. Gruppen thematisch geordnet.
Zahlreiche Originalstuben aus Tiroler Häuser früherer Zeiten können besichtigt werden, wobei man beim Eintreten auf die Türrahmen achten sollte. Für den Besuch des Museums kann man einen halben Tag veranschlagen. Der Eingang ist derselbe wie zur Hofkirche mit den schwarzen Manderln. Der Alpenzoo Innsbruck
Die ursprüngliche Tierwelt ist in den Alpen kaum noch in freier Natur zu sehen, hierzu bedarf es eines Besuchs im Alpenzoo. An der Hungerburg-Bahn hat der Zoo eine eigene Haltestelle in 700 Metern Höhe. Er umfasst etwa 2000 Tiere und engagiert sich auch bei der Wiederansiedlung von Tierarten in den Alpen wie zB. Bartgeier, Steinböcke und Wildkatzen.
150 verschiedene Tierarten sind mittlerweile versammelt, die es in den Alpen früher gab und die heute zum großen Teil ausgerottet oder vom Aussterben bedroht sind, wie zB. Braunbären, Wölfe, Gemsen Steinböcke, Rotwild, Wisente, Steinadler, Rauhfuß- und Auerhühner, Fischotter, Luxe und Biber.
Man kann allerdings nicht nur verschwundene Arten, hier ein Elch, entdecken, sondern auch überhand nehmende Spezies, hier Touristen.
Im Schaubauernhof kann man Viehhaltung sehen, wie sie vor der Zeit der Agrarfabriken gehandhabt wurde und Stadtmenschen lernen, daß die Wurst nicht in Dosen auf die Welt kommt.. |
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