Schach Open Seefeld: Die Umgebung - Schloß Ambras bei Innsbruck

Ein Tagesausflug der sich lohnt: Schloß Ambras. Ein Erzherzog namens Ferdinand (1529-95) ließ sich von netten Leuten die mittelalterliche Burg Ambras in ein Renaissanceschloß umbauen. Daselbst  wohnte er mit seiner bürgerlichen Gemahlin Philippine Welser, die zwar aus einer stinkreichen Familie stammte, aber gemäß den adligen Standesdünkeln nicht vornehm genug für einen Habsburger war.  

 

Im Hochbau des Schlosses ist eine Porträtgalerie all diese feinen Habsburger vom 15. bis 19. Jahrhundert zu besichtigen. Hier hängt nur, wer dessen würdig ist. Die Portraits wurden u.a. von Hans Burgkmair, Lukas Cranach d. J., Giuseppe Arcimboldo, Peter Paul Rubens und Diego Velazquez gemalt. Rechts: Die reich verzierte Innenfassade des Hochbaus..  

    

Links: Schloßhof. Mitte: Der Kräutergarten. Rechts: Der Erzherzog frönte der Sammelleidenschaft und ließ eines der ersten Museen in Europa bauen, in dem er seine Sammlungen gleichgestellten Personen präsentierte. Dabei ordnete er die Einzelstücke nicht chronologisch, sondern nach Kriterien wie Material und Gebrauchszusammenhang. 

Die Sammlung sollte nach Art einer Enzyklopädie alle Kostbarkeiten und Kuriositäten aus Kunst und Natur umfassen. Darunter befinden sich auch Schachspiele. 

Die Heldenrüstkammer und die Leibrüstkammer  beinhalten wertvolle Arbeitskleidung des 15. Jahrhundert. 

Kaiser Maximilian hatte bereits Harnische und sonstige Rüstungen gesammelt. In der Heldenrüstkammer kann man die Blechteile berühmter Feldherren bestauen, aber auch Besonderheiten wie z.B. die Rüstung eines Hofriesen, etwa 2,40 m groß und Zwerg- und Kinderharnische (rechts).

Schloß Ambras ist von einem großen Park umgeben, in dem zum Zeitpunkt unseres Besuchs einige merkwürdige Gegenstände herumstanden.

Der ungeschulte Betrachter könnte dem Eindruck erliegen, es handelte sich bei den Gestellen links um ausrangierte Kleiderständer oder sonstigen Schrott. Es handelt sich jedoch vielmehr um Kunst. Die Schöpferin dieses Meisterwerks war so freundlich, der Verwirrung des Laien vorzubeugen mit einer durchgeistigten Erklärung, die wir hier der Einfachheit halber wiedergeben: 
"Titel: Hanglage, Sloping Site... durch die Möglichkeit der Projektion verschiedener Identitäten auf die leeren Rahmen gerät das Ensemble in Bewegung und erzeugt ein Beziehungsfeld von dramatischer Qualität. In diesem Fall könnten alle Determinanten wie Größe und Standpunkt der Elemente, ihre Abstände und Blickwinkel zueinander, auch als Aspekte einer psycho-sozialen Raumordnung gesehen werden
".
 Bleibt uns nur noch der Hinweis, daß man sich bei Bedarf in der Schloßkneipe günstig betrinken kann. Die Planschbecken rechts sind auch Kunst und tragen die Bezeichnung "Splish Splash". 

 

Ein Pfau besichtigt eine weitere Kunstschöpfung. Rechts: Vermutlich ist das auch Kunst, wir haben es sicherheitshalber mal photographiert.

zurück zum Open Seefeld

zurück zu schachkosmos.de